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(Wien, am 23. März 2009) - Mit steigendem Gesundheitsbewusstsein steigt der Bedarf an Information und Transparenz. Ein breites Informationsangebot unterschiedlichster Quellen will dem Patienten dabei behilflich sein. Die Erwartungen an den Patienten scheinen hoch gesteckt und höchst unterschiedlich. Entpuppt sich bei näherer Betrachtung der Begriff nur als Schlagwort, als Zeitgeisterscheinung? Häufig verwendet jedoch ohne konsensuale Bedeutung? Vier Experten aus der Medizin, Arzneimittel- zulassung, Seniorenvertretung und Kommunikationswissenschaft überprüfen den Zeitgeist „mündiger Patient“.
(Wien, am 27. Mai 2008) - Mangelnde Therapietreue (Non-Compliance) und Abweichungen (Adherence) vom vereinbarten Patientenverhalten erhöhen in der Arzneimitteltherapie die Raten an Erkrankungen und Sterblichkeiten und verursachen hohe Kosten im Gesundheitssystem. In Deutschland wird der Schaden auf jährlich über zehn Milliarden Euro geschätzt. Auch in Österreich ist es um die Compliance nicht sehr gut bestellt. Gerade die aktuelle Diskussion zeigt einmal mehr, dass in einem hoch entwickelten Gesundheitssystem die eingesetzten Mittel effizient verwendet werden müssen. Medikamente werden nicht immer nach Anweisungen eingenommen bzw. überhaupt nicht genommen. Als negative Folgen werden in Studien genannt: schwere Rückfälle, Abhängigkeit, Absetzungserscheinungen, Resistenzen, toxisch bedingte unerwünschte Wirkungen und anderes.
(Wien, am 6. November 2007) - Wie in allen Industrieländern entwickelt sich auch in Österreich die Alterspyramide zu einem tonnenförmigen Aufbau: Immer weniger Erwerbstätige stehen einem steigenden Anteil der Älteren gegenüber. Die Lebenserwartung nimmt gesundheitspolitisch erwünscht zu. Die Zahl der Älteren steigt nicht zuletzt Dank des medizinischen Fortschritts rapide an. Mit der Änderung der Bevölkerungsstruktur ändert sich auch das Krankheitspanorama. Chronische Erkrankungen, Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit nehmen zu. Eine Entwicklung, die sich auch massiv auf unser Gesundheitssystem auswirkt: denn schon jetzt steht die Finanzierung des Gesundheitssystems zur Diskussion.
(Wien, am 6. März 2007) - Um die steigenden Kosten des Gesundheitssystems in den Griff zu bekommen und um das Niveau der Leistungen zu halten, beschreiten die Länder unterschiedliche Wege. So setzen beispielsweise die Schweiz und die Slowakei auf finanzielle Anreizsysteme, um ihre Sparziele mit Hilfe von qualitativ hochwertigen aber günstigeren Generika zu erreichen. In Österreich wurde die gesenkte Rezeptgebühr diskutiert, von der Politik bereits mehrfach angekündigt und dann wieder fallen gelassen. In der aktuellen Regierungserklärung (Jänner 2007) ist nun zu lesen, dass ab 2008 eine verringerte Rezeptgebühr für Generika sowie gleichpreisige Originale geplant sind. Derzeit setzt Österreich auf ein starres Preisregulationssystem („Erstattungskodex“), um die steigenden Arzneimittelkosten in den Griff zu bekommen.
(Wien, am 9. Jänner 2006) - 35 Prozent der Österreicher sind laut IMAS-Studie (Nov. 2005) misstrauisch, ob sie wirklich die besten Arzneimitteln für ihre medizinische Behandlung bekommen oder ob nicht gerade bei ihnen gespart wird. Nicht zuletzt durch die mediale Diskussion einer 2-Klassen-Gesundheitsversorgung sind die Österreicher massiv verunsichert. Hinzu kommt, dass Generika immer wieder auch als Arme-Leute-Medizin abgestempelt werden. „Generika als Arzneimittel 2. Klasse zu bezeichnen ist fahrlässig und verunsichert die Patienten“, stellt Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverband (OEGV) dazu fest.
(Wien, am 18. Mai 2005) - Gestern Abend, am 17. Mai 2005, fand die II. Speakers’ Lounge des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV) in der Lutz Bar in Wien statt. Das Thema der Veranstaltung lautete „Gesundheitspolitik am Bremspedal?“ Über den effizienten Einsatz von Ressourcen und eine notwendige Arzneimittelnutzen- und -kostenevaluierung diskutierten am Podium Prof. Dr. Sawicki, Dr. Claudia Wild, Dr. Jürgen Soffried und Martin Rümmele. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Fachjournalistin Mag. Andrea Fried. Das Publikum nutzte die Gelegenheit zahlreiche Fragen an die ExpertInnen zu richten und brisante Themen gemeinsam zu diskutieren.
Der Generika-Anteil am Apothekenmarkt in Österreich beträgt aktuell in Packungen 12 Prozent, das sind knapp 8 Prozent des Umsatzes (Anteil am Apothekenmarkt MAT 10/04; Quelle: IMS Health). Am generikafähigen Markt liegt der Verordnungsanteil bei knapp 40 Prozent, also bei etwa 35 Prozent des Umsatzes.