Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

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Generika finanzieren echte Innovationen

(Wien, am 4. Februar 2005)- „Eine Generikaförderung auf EU-Niveau würde Geld für echte Innovationen einsparen und macht eine Chefarztdiskussion überflüssig“, stellt Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV) zur laufenden Diskussion um die Chefarztpflicht fest: Einsparungen im patentfreien Markt mit Hilfe von Generika könnten fehlende Mittel frei machen und echte Innovationen würden weiterhin finanzierbar bleiben. Im patentfreien Markt werden dennoch nach wie vor zu viele Präparate von Erstanbietern verordnet. „Das rächt sich nun. Eine Kostenkontrolle mit Hilfe der Chefarztpflicht scheint weiterhin notwendig“, so Andiel. Auch Generika sind seit dem neuen Erstattungsverfahren chefarztpflichtig: Es entsteht eine Markteintrittsverzögerung von bis zu fünf Monaten; die Patentzeit für Erstanbieter wird dadurch zusätzlich „verlängert“ und die österreichischen BeitragszahlerInnen bekommen die Rechnung präsentiert.

Geldverschwendung im patentfreien Markt

Die laufende Diskussion über die Chefarztpflicht ist ein Paradebeispiel für eine massive Fehlversorgung im Arzneimittelbereich: Anstatt das Generikapotential zu nutzen, fließt unnötig viel Geld in den patentfreien Markt und macht eine Kostenkontrolle erst notwendig. Viel Geld, das dann wieder für patentgeschützte echte Innovationen fehlt. „Es ist völlig unverständlich, warum das Einsparpotential von 80 Millionen Euro jährlich durch Generika weiterhin ungenützt bleibt. Damit könnte man innovative Arzneimittel einfach finanzieren und das ohne Qualitätsverlust“, so Andiel: Die Verordnungspraxis zeigt klar den Missstand auf: In Österreich könnten circa 30 Prozent aller Medikamente (54,5 Millionen Packungen) durch Generika ersetzt werden. Tatsächlich werden aber erst 12,4 Prozent (22,5 Millionen Packungen) generisch verordnet (Quelle: IMS Health).

Chefarztpflicht für Generika

Mit dem neuen Erstattungsverfahren kommen auch Generika in die Red Box und sind somit ebenfalls chefarztpflichtig. Erst nach bis zu fünf Monaten – wie die Praxis zeigt - sind sie im grünen Bereich und damit für die Ärzte frei verschreibbar. „Das ist eine absolut absurde Situation“, so Andiel dazu: „Der Marktzutritt von Generika wird noch zusätzlich verzögert und verlängert somit unfreiwillig die Patentzeit für Erstanbieter. „Es wäre sinnvoll, das Erstattungsverfahren wie in anderen EU-Ländern zu gestalten“, betont Andiel: „Generika stehen dort unmittelbar nach Patentfreiwerdung den Patienten zur Verfügung.“ 

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