Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

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Generika - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

(Wien, am 19. Juli 2004) - Über einen Schulterschluss aller beteiligten Institutionen zum Thema Aufklärung und Information über Generika zeigt sich der Österreichische Generikaverband (OEGV) sehr erfreut. In der heutigen Pressekonferenz mit dem Titel: “Generika – bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt“ ist diese notwendige, gemeinsame Arbeit vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, des Österreichischen Generikaverbandes, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträgern, der Ärztekammer und Apothekerkammer nochmals betont worden.

„Aufklärung zu Generika muss beim Patienten ansetzen“, so Dr. Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes. „Und diese gemeinsame, österreichweite Initiative ist ein erster, wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir alle wünschen uns informierte, mündige Patienten“, so Andiel, „deshalb ist eine so breit angelegte Informationskampagne, die Unklarheiten und Fehlinformationen über Generika endlich beseitigt, von großer Bedeutung.“ In den nächsten Tagen werden über 700.000 Folder unter dem Titel „Generika – bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt“ in Hausarztpraxen und Apotheken in ganz Österreich an PatientInnen abgegeben.

Informierte PatientInnen greifen eher zu Generika

Einer Fessel-GfK-Studie vom März diesen Jahres zufolge ist bekannt, dass informierte PatientInnen eher zu Generika greifen bzw. Generika gegenüber teuren Ursprungs-Arzneien bevorzugen. Ein wichtiges Lenkungsinstrument wäre auch durch die einheitlich gesenkte Rezeptgebühr gegeben, wie die Umfrage beweist: Der Anteil der Bevölkerung, die bewusst zu Generika greifen, läge damit bei 42 Prozent. Bei der Gruppe der Generika-Informierten wären es sogar 51 Prozent. Als weitere Initiative zur Erhöhung des österreichischen Generika-Anteils ist die gesenkte Rezeptgebühr auf Generika vorgesehen, die allerdings nur für neu in den Erstattungskodex aufgenommene Generika gelten soll. Für bereits zugelassene Generika soll nach wie vor die gleiche Rezeptgebühr wie für teure Ursprungs-Arzneien gelten. Unterschiedliche Rezeptgebühren für Generika würden PatientInnen allerdings verwirren und verunsichern und sind für den Laien nicht nachvollziehbar.

Vorurteil: Generika stehen in Konkurrenz zu Innovationen

Mit fortgeschrittenem Produktlebenszyklus und Freiwerden des Patentes sind im Allgemeinen die mehrfachen Forschungs- und Entwicklungskosten eines Arzneimittels eingespielt. Bei Markteintritt von Generika liegt der Preisunterschied zu Ursprungs-Arzneien nun bei 44 Prozent und wird bis 2006 mindestens 48 Prozent betragen. Generika setzen laut IMS-Studien nachweislich die Preisspirale nach unten in Gang, die frei werdenden monetären Ressourcen können so den PatientInnen zu Gute kommen und nachrückende Innovationen weiterhin leistbar machen. Die Arzneimittelausgaben können also durch den Einsatz von Generika nachweislich optimiert und die Einsparungen für den therapeutischen Fortschritt eingesetzt werden.

Massiver Einsparmotor Generika

Die erwartete Kostenersparnis für die Preissenkung bewilligungspflichtiger Arzneimittel auf den EU-Durchschnittspreis liegt bei 16 Millionen Euro. Mehr als das Doppelte, nämlich 35,8 Millionen Euro pro Jahr, können an Einsparungen erreicht werden, wenn der Generika-Anteil von derzeit 11,5 Prozent (Quelle: IMS) auf 20 Prozent Anteil am Gesamtmarkt angehoben wird. 

►  Download: Generika.pdf