
(Wien, am 4. Mai 2004) - Nach einer Anfang März durchgeführten Umfrage des Fessel-GfK Institutes (1.000 Personen) hat etwa die Hälfte der ÖsterreicherInnen (47 Prozent) den Begriff Generika schon einmal gehört. Der Wissensstand korreliert stark mit Alter und Bildungsgrad. In der Altersgruppe 60 bis 65 Jahre ist der Informationsstand mit 59 Prozent besonders hoch. Bei den 15- bis 29-Jährigen kennen lediglich 27 Prozent den Begriff Generika.
"Wie die Ergebnisse zeigen, ist der Bedarf an objektiven Informationen über Generika besonders groß. Denn nur umfassend informiert, können die Versicherten die Diskussion über
Kosteneinsparungen bei Arzneimitteln nachvollziehen und in ihrer Entscheidungsfreiheit gestärkt werden", betont Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV).
Informierte PatientInnen greifen eher zu Generika
Befragt welches Präparat sie bei gleichen Voraussetzungen bevorzugen würden, stimmten 35 Prozent für die Ursprungs-Arznei, 23 Prozent für Generika. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich bei denjenigen, die bereits über Generika Bescheid wissen: 31 Prozent würden sich für Generika entscheiden und nur mehr 27 Prozent tendieren zur Ursprungs-Arznei. Mehr als 40 Prozent machen ihre Entscheidung von der Empfehlung ihres Arztes abhängig. "Das zeigt die
wichtige Rolle des Arztes bei der Informationsvermittlung", so Andiel. "Darum ist es uns ein großes Anliegen, Ärzte bei ihrer Aufklärungsarbeit zu unterstützen und Patienten sachlich und fundiert aufzuklären."
Starker Anreiz durch reduzierte Rezeptgebühr
"Die Untersuchung zeigt auch, dass die Einführung der reduzierten Rezeptgebühr ein großer Anreiz für Patienten wäre und somit ein großes Potential an Einsparungen birgt", betont Andiel. Eine Senkung der Rezeptgebühr für Generika um 1,50 Euro auf 2,85 Euro würde den
Anteil der Bevölkerung, die bewusst zu Generika greifen, von 23 auf 42 Prozent fast verdoppeln. Bei der Gruppe der Generika-Informierten steigt die Präferenz sogar von 31 auf 51 Prozent; und nur mehr rund ein Drittel würde die Entscheidung ihrem Arzt überlassen.
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