Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

Presse-Archiv

Warum ein modernes Gesundheitssystem auf Generika nicht verzichten kann

(Wien, am 14. Oktober 2005) - „Nicht Einsparungen imPressekonferenz Arzneimittelbereich
sind nötig, sondern die Optimierung der eingesetzten Mittel“, so Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV). Seit generische ACE-Hemmer zur Behandlung von Bluthochdruck zur Verfügung stehen, sind die Behandlungskosten um 35 Prozent gesunken, während gleichzeitig ein Fünftel mehr Patienten behandelt wurden. Noch deutlicher fällt der Vorteil für Patienten beim Cholesterinsenker Simvastatin aus: Innerhalb von drei Jahren konnten fast doppelt so viele Patienten bei einem Fünftel weniger Kosten behandelt werden. Generika sind Wegbereiter für Innovationen und keine Konkurrenz und somit unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems.

Arzneimittel - Innovationszyklus

Die Behauptung, Generika würden Innovationen und medizinischen Fortschritt behindern, ist schlichtweg falsch. Nach Freiwerden des Patentes und fortgeschrittenem Produktlebenszyklus sind bei wichtigen Wirkstoffen die Forschungs- und Entwicklungskosten im Allgemeinen bereits mehrfach eingespielt. Mit Markteintritt der Generika sinken die Preise und hochpreisige Innovationen können mit den eingesparten Mitteln finanziert werden. Dies wiederum schafft auch Anreize für die forschende Industrie, verstärkt in neue Präparate zu investieren. „Erst der Markteintritt von Generika macht es möglich, einen nachhaltigen Druck auf die Preise der Erstanbieter auszuüben und in weiterer Folge die pharmazeutische Forschung anzukurbeln“, betont Andiel. Generika sind fixer Bestandteil im Innovationszyklus von Arzneimitteln. Die frei werdenden Mittel kommen den Patienten zu Gute und machen nachrückende Innovationen leistbar. Das ist auch notwendig, denn die Arzneimittelausgaben wachsen schneller als die Einnahmen der Sozialversicherungsträger.“

Mehr Patienten bei bestmöglicher Versorgungsqualität behandeln

Das Beispiel der ACE-Hemmer (Wirkstoffe zur Behandlung von Bluthochdruck) zeigt deutlich die Einsparungseffekte durch den erhöhten Einsatz von Generika: Seit im Jahr 2000 der erste Wirkstoff dieser Gruppe, Enalapril, generisch verfügbar wurde, sind die Behandlungskosten um 35 Prozent gesunken, während gleichzeitig 21 Prozent mehr Patienten behandelt werden konnten (Quelle: WGKK).

Noch deutlicher wird das Einsparpotential beim Wirkstoff Simvastatin zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen (Lipidsenker). Seit drei Jahren ist dieses Arzneimittel auch generisch verfügbar. Die Kosten sanken um ein Fünftel bei fast doppelt so vielen Verordnungen (Quelle: DPMÖ).

Die Burgenländische Gebietskrankenkasse errechnete allein für die vier Substanzklassen SSRI (zur Behandlung von Depressionen), ACE-Hemmer (zur Behandlung von Bluthochdruck), Protonenpumpenhemmer (zur Behandlung von säurebedingten Magenerkrankungen) und Lipidsenker (zur Senkung erhöhter Blutfette) ein jährliches Einsparpotenzial von über 120 Millionen Euro. Dies entspricht der gesamten Aufwandssteigerung im Heilmittelbereich in Österreich. 
 

► Download: Modernes Gesundheitssystem.pdf