Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

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Das Beste muss nicht immer das Teuerste sein

Wien, am 26. Feber 2004) – „Die Österreicher hätten Verständnis für Einsparungen im Gesundheitsbereich", meint Andiel, "solange die Versorgungsqualität gesichert bleibt.“ Genau darauf basiert das international erfolgreiche Generika-Prinzip. Nach Patentablauf können Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoffe zu wesentlich niedrigeren Preisen angeboten werden. In anderen europäischen Staaten werden Generika bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt. So ist in Deutschland bereits heute jedes zweite verordnete Arzneimittel ein Generikum. Das größte Einsparpotenzial sieht Andiel im Bereich der sogenannten Volkskrankheiten. "Vor allem gegen Bluthochdruck oder zur Bekämpfung von Herz-Kreislaufkrankheiten stehen zahlreiche erprobte Wirkstoff als generische Alternative zur Verfügung.“ Die Einsparungen durch Generika könnten direkt für den Ankauf von teuren, innovativen Präparaten verwendet werden.

Weder Forschungskiller noch Allheilmittel

„Die bisherige Diskussion über Generika sei zunehmend von wirtschaftlichen Interessen einzelner Gruppierungen überlagert worden“, meint Andiel. „Von Billigpillen bis hin zum Forschungskiller ist uns schon alles vorgeworfen worden". Vorwürfe, die sich durch einen Blick auf die internationalen Pharmamärkte leicht widerlegen lassen. Denn am meisten geforscht wird in Ländern wie den USA, die einen besonders hohen Generika-Anteil haben (50 Prozent). Dort ist der Anreiz, in Forschung zu investieren, wesentlich höher, da man mit patentfreien Arzneimittel deutlich weniger Gewinn erzielt. „Natürlich sind Generika kein Allheilmittel für das Gesundheitswesen", erklärt Andiel, „schließlich sind die Arzneimittelkosten auch nicht der Hauptgrund für das Defizit der Krankenkassen". Aber ohne generische Konkurrenz gibt es für die Anbieter von patentabgelaufenen Originalpräparaten keine Veranlassung, die Preise zu senken.

Skepsis der Patienten verständlich

Die Skepsis der Patienten gegenüber preiswerten Arzneimitteln sei laut Andiel durchaus verständlich, werde doch selbst in Expertenkreisen noch über Qualität und Wirksamkeit von Generika diskutiert. Eine Diskussion, die in weiter entwickelten Arzneimittelmärkten längst abgeschlossen ist. In Österreich sei bisher der Eindruck entstanden, als würden Patienten ab einem bestimmten Stichtag zwangsweise auf Generika umgestellt werden. „Tatsache ist, dass wie bisher der Arzt das optimale Medikament für die Behandlung seines Patienten auswählen wird", so Andiel, „es muss nur nicht jedesmal auch das Teuerste sein".

Arzt und Apotheker wichtigste Ansprechpartner

Information und Aufklärung durch Arzt und Apotheker sind die sinnvollste Maßnahme, um Patienten mit den für sie "neuen" Medikamenten vertraut zu machen. Vor allem die Apotheken in ihrer zentralen Rolle als Drehscheibe der Nahversorgung sind die Eckpfeiler jeder Arzneimittelinformation. „Der hohe Ausbildungsstandard der österreichischen Ärzte und Pharmazeuten ist ein zusätzlicher Qualitätsgarant für unsere Generika", meint Andiel, "kein Arzt würde ein ungeeignetes Präparat verschreiben und kein Apotheker würde es dem Patienten aushändigen".