Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

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Lieber freie Wahl statt keine Wahl

(Wien, am 14. Oktober 2009) - Die geplante Medikamentenverschreibung der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als nicht patientenorientiert, warnt der Österreichische Generikaverband. Patienten müssen sich auf einen monatlichen Wechsel ihrer Medikamente gefasst machen, auch wenn sie bereits auf ein günstiges Generikum eingestellt wurden. Kleinliche Verordnungsvorgaben verunsichern Patientinnen und Patienten unnötig.

Was theoretisch gut klingt, scheitert oft in der Praxis: Die SGKK verpflichtete vertraglich die Salzburger Ärzte, dass nur das jeweils monatlich günstigste Medikament verschrieben werden darf. Da jedoch die Preise von Generika laufend gesenkt werden, führt diese Restriktion der ärztlichen Verordnung zu einem aufgezwungenen monatlichen Medikamentenwechsel für den Patienten. Eine von der SGKK erstellte Liste schreibt den Ärztinnen und Ärzten die Verordnungen vor. Das heißt, chronisch Kranke müssen in Hinkunft ständig wechselnde Präparate hinnehmen, auch wenn sie bereits auf ein sehr günstiges Medikament eingestellt sind. Es kommt zur absurden Situation, dass günstige Generika untereinander ausgetauscht werden. Selbst bei einem Preisunterschied von fünf Cent unterliegt der Arzt diesem Verordnungszwang.

Kleinliche Verordnungsvorgaben

„Wir befürchten eine extreme Verunsicherung der Patientinnen und Patienten! Besonders bei chronisch Kranken besteht die Gefahr von falschen oder doppelten Einnahmen, wenn Medikamente monatlich gewechselt werden müssen“, warnt Otmar Peischl, Obmann des Österreichischen Generikaverbands. Ein Austausch von günstig gegen günstig ist von niemandem nachvollziehbar. Diese kleinlichen Verordnungsvorgaben werden auf dem Rücken der Patienten ausgetragen und sind nicht praxistauglich. Ein völlig unnötiges Medikamenten-Hopping stellt eine gravierende Fehlentwicklung im Gesundheitswesen dar.

Keine Wahl

Ärzte haben mit dieser neuen Verpflichtung nicht nur keine Wahl, sondern es entsteht gegenüber den Patienten auch eine schiefe Optik. „Die freie Wahl bei ohnehin preisgünstigen Medikamenten muss gewährleistet sein“, fordert Peischl. Nur auf dieser Basis ist eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit den erforderlichen Medikamenten gewährleistet. Schließlich haben sich die Kassen mit der Unterzeichnung des Kassenstrukturfonds verpflichtet, dass es zu keinen Beeinträchtigungen für die Versorgung der Versicherten kommen darf. 

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