
![]()
(Wien, am 6. November 2007) - Wie in allen Industrieländern entwickelt sich auch in Österreich die Alterspyramide zu einem tonnenförmigen Aufbau: Immer weniger Erwerbstätige stehen einem steigenden Anteil der Älteren gegenüber. Die Lebenserwartung nimmt gesundheitspolitisch erwünscht zu. Die Zahl der Älteren steigt nicht zuletzt Dank des medizinischen Fortschritts rapide an. Mit der Änderung der Bevölkerungsstruktur ändert sich auch das Krankheitspanorama. Chronische Erkrankungen, Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit nehmen zu. Eine Entwicklung, die sich auch massiv auf unser Gesundheitssystem auswirkt: denn schon jetzt steht die Finanzierung des Gesundheitssystems zur Diskussion.
Generationenvertrag
Weder die ältere noch die jüngere Generation dürfen durch Leistungseinschränkung und Belastungserhöhung diskriminiert werden. Auch eine Zwei-Klassen-Medizin gilt es zu verhindern. Die Österreicher sehen – wie alle Europäer - den Staat bei der Versorgung in der Pflicht. Nach Ansicht einiger Experten ist diese Generationengerechtigkeit nur mit mehr Wettbewerb, Eigenverantwortung sowie Kostenbeteiligung der Versicherten zu gewährleisten. Das heißt, Aufgaben des Staates werden zunehmend von privaten Unternehmen übernommen.
Medikamentenausgaben steigen weiter stark an
Wie in den meisten Industrieländern haben auch in Österreich die Arzneimittelausgaben einen beträchtlichen Anteil an den jährlichen Kostensteigerungen. Innerhalb eines Dezenniums stiegen die Kosten um 123 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2006. Die Tendenz ist weiter stark steigend. Um die Ausgabensteigerungen einzudämmen, muss schon jetzt begonnen werden, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Dazu gehört auch die Kosteneffizienz der Medikamentenausgaben zu überprüfen sowie die Qualität und Leistung. Oberstes Ziel ist es, die Versorgungsqualität aufrecht zu erhalten. „Eine besondere Rolle bei den Kostensenkungen kommt Generika zu“, so Otmar Peischl, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV): „Generika sichern nachweislich die Versorgungsqualität und ermöglichen erhebliche Kostenvorteile. Die frei werdenden Mittel können für nachrückende Innovationen eingesetzt werden.“
Mehr Patienten können zu gleichen Kosten behandelt werden
Generika werden vor allem bei der Therapie von Krankheiten eingesetzt, die einen großen Bevölkerungskreis betreffen. Das sind vor allem die so genannten Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus. Generika werden millionenfach verordnet; zu niedrigeren Kosten bei gleichbleibender Versorgungsqualität. Wie sehr die Qualität der Versorgung mit Hilfe von Generika gestiegen ist, zeigt das Beispiel der Cholesterinsenker: Seit die Medikamente als Generika verfügbar sind, sanken die Preise enorm. Ohne Mehrkosten können jetzt bis vier Mal so viele Patienten behandelt werden und das bei gleich bleibender Qualität.
► Download: Gesundheitssystem in einer alternden Gesellschaft.pdf - Gesundheitssystem in einer alternden Gesellschaft.rtf