
Mit 1.7.2011 wurde der seit 2008 bestehenden Rahmen-Pharmavertrag verlängert. Die Industrie leistet in den kommenden viereinhalb Jahren einen Beitrag von 82 Millionen Euro brutto zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit des Krankenversicherungssystems. Neu ist die Zweckwidmung für Investitionen in gemeinsame Gesundheitsziele zu den Themen Kindergesundheit und Prävention.
Bei der Neuauflage des Rahmen-Pharmavertrages verpflichteten sich Pharmaindustrie und pharmazeutischer Großhandel erneut zu solidarischen Leistungen in das Gesundheitssystem. Der freiwillige Vertrag bringt nicht nur eine finanzielle Entlastung für die Krankenkassen, sondern eine verlängerte Laufzeit und damit bessere Planbarkeit, weitere Solidarbeiträge zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit des Krankenversicherungssystems und wegweisende Investitionen in gemeinsame Gesundheitsziele. Die Laufzeit des Vertrages beträgt viereinhalb Jahre, vom 1.7.2011 bis 31.12.2015. Der Vertrag sieht eine Gesamtsumme von 82 Mio. Euro brutto vor. Davon sind Zahlungen für das zweite Halbjahr 2011 zehn Mio. Euro und für die Kalenderjahre 2012 bis 2015 je 18 Mio. Euro vereinbart.
„Mit der Unterzeichnung des Rahmen-Pharmavertrags leistet die österreichische Generikaindustrie einen weiteren wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems“, betont Bernd Leiter, Obmann des Österreichischen Generikaverband. Denn Generika erfüllen in einem modernen Gesundheitssystem eine wichtige Rolle. Sie senken die Arzneimittelpreise nach Patentablauf, die Kosten der Heilmittelausgaben werden eingebremst, während gleichzeitig die Verordnungen steigen. Mehr Menschen können bei gleich bleibend hoher Qualität versorgt werden; das Budget der Krankenkassen wird entlastet.
6,75 Mio. Euro für Kinder und Prävention
Neu in den Vertrag aufgenommen wurde eine Regelung, dass 6,75 Mio. Euro der Vertragssumme für Maßnahmen im Rahmen gemeinsamer Gesundheitsziele zu den Themen Kindergesundheit und Prävention verwendet werden. Ein zwischen Pharmawirtschaft und Hauptverband paritätisch besetztes Gremium wird über die Auswahl und Abwicklung von Maßnahmen entscheiden.
Die Partner des Vertrages sind:
Österreichischer Generikaverband, Fachverband der chemischen Industrie, PHARMIG, FOPI, Bundesinnung der chemischen Gewerbe, Denkmal–, Fassaden– und Gebäudereiniger, Bundesgremium des Handels mit Arzneimitteln, Drogerien– und Parfumwaren sowie Chemikalien und Farben, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, ARGE Pharmazeutika.