Österreichischer Generikaverband - bekannte Wirkstoffe, bestens bewährt

Kostenwahrheit bei Medikamente

Preisunterschied Generikum vs Original

 

(Wien, am 19. Oktober 2010) - Der Hauptverband rechnet vor: Originale, bei denen bereits das Patent abgelaufen ist, sind durchschnittlich um 2,88 Euro teurer als Generika. „Generikum und Original unterscheiden sich im Preis“, so Bernd Leiter, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes: „Die Preisdifferenz zeigt, wie wichtig der Einsatz von Generika für die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens ist. Bei gleich bleibender Therapiequalität sanken die Ausgaben für Medikamente.“

 

Entgegen den immer wiederkehrenden Behauptungen, ersetzbare Erstanbieter seien nach der dritten Preissenkung gleichpreisig mit Generika, beweisen die Fakten ein anderes Bild. Generika kommen nicht nur schon zum halben Preis in den Markt, sondern senken kontinuierlich und nachhaltig ihre Preise weiter. Der Preisabstand zu den Erstanbietern vergrößert sich, wie die Hauptverbandszahlen (2007 bis 2009) belegen. Patentfreie Medikamente kosten um 2,88 Euro mehr pro Verordnung. Bei fast 36 Millionen Verordnungen in diesem Bereich für die Kassen ein Argument pro Generika.

Erfolgreiche Kostenminimierung mit Generika
Der Arzt kann aus dem großen Angebot von Generika das passende Präparat für seinen Patienten auswählen. Besonders für chronische Patienten ist es wichtig, dass sie beständig das gewohnte Medikament verordnet bekommen. „Ein Austausch unter Generika bringt den Kassen nicht viel: würden beispielsweise Generika, deren Preisunterschied oftmals nur im 5-Cent-Bereich liegt, untereinander ausgetauscht, können bei 1000 Patienten maximal 50 Euro, meist weniger, eingespart werden. Bei einem Wechsel von patentfreien Originalen auf Generika können bei der gleichen Anzahl von Patienten 2870 Euro lukriert werden“, so Leiter: „Mit dem Preisunterschied von 2,88 Euro zwischen Generikum und patentfreien Original ist es möglich, die Kostensteigerung nicht nur zu dämpfen sondern insgesamt zu senken.“

Konkurrenz durch Generika
In Österreich regelt der EKO (Erstattungskodex) bis zum Markteintritt des dritten Generikums die Arzneimittelpreise. Danach beginnt der Wettbewerb zwischen den Generikaanbietern, was die Preise nachweislich weiter nach unten sinken lässt, wie die jüngsten Zahlen des Hauptverbandes zeigen. Der Preisabstand zu den Erstanbietern vergrößert sich. Ein patentfreies Originalmedikament kostet durchschnittlich 13,24 Euro, ein Generikum 10,36 Euro.

60 Milliarden Einsparungen in der EU
Über die Hälfte der gesamten EU Arzneimittelverordnungen sind generisch. Mit Generika-Verordnungen werden EU-weit Gesamteinsparungen in der Höhe von 60 Milliarden Euro generiert. Generika als reine Preisdrücker zu bezeichnen, greift aber zu kurz. Die europäische Generikaindustrie wird zunehmend innovativer, sodass mittlerweile sieben Prozent der Einkünfte in Forschung und Entwicklung fließen (2007). Investiert wird zudem in Weiterentwicklungen von Produkten, wie beispielsweise patientenfreundliche Darreichungsformen. 

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