Herausforderung demografische Entwicklung

Bis zum Jahr 2030 wird der Bevölkerungsanteil der über 60-jährigen um 1 Million auf 2,8 Millionen steigen. Schon jetzt ist unser Gesundheitssystem an der Grenze der Belastbarkeit. Gleichzeitig wird eine State-of-the-Art Versorgung für alle Patienten erwartet und gefordert.
Arzneimittelverbrauch explodiert
Mit zunehmenden Alter steigt der Arzneimittelverbrauch beträchtlich. Sind es in der Altersgruppe der 40- bis 49-jährigen noch 14 Packungen pro Jahr, so steigt der Verbrauch bei 70- bis 79-jährige auf 63 Packungen, bei den 80-jährigen gar auf 98 Packungen pro Jahr!
Ob die derzeitige Versorgung auch noch in 20 Jahren noch garantiert werden kann, hängt davon ab, wie vernünftig vorhandene Mittel eingesetzt werden. Eine effiziente Maßnahme ist der verstärkte Einsatz von Generika, wie das Ergebnis des aktuellen EU-Reports von IMS belegt.
Kostendämpfung in den EU-Mitgliedsstaaten
EU-weit sind lt. Report der unabhängigen IMS-Experten bereits über 50 Prozent der gesamten Arzneimittelverordnungen generisch. Die Medikamentenausgaben können so um 30 Milliarden Euro jährlich gedämpft werden. Mit der Ausweitung der EU auf 27 Mitgliedsstaaten verdoppeln sich sogar die Medikamenteneinsparungen. In Österreich ist im Vergleich der Anteil an Generikaverordnungen noch relativ niedrig. Dennoch bewirkten generische Verordnungen in nur fünf Jahren Einsparungen von 360 Millionen Euro. Dieser Einspareffekt basiert auf der Preisdifferenz von bereits preisgesenkten Erstanbietern und den noch günstigeren Generika. Real ist der Einspareffekt deutlich höher. Aufgrund von Patentabäufen, in therapeutisch wichtigen Indikationen, ist derzeit mit zusätzlichen weiteren Einsparungen ohne Qualitätsverlust, in der Höhe von rund 150 Millionen Euro jährlich zu rechnen.
Ein modernes Gesundheitssystem ist ohne Generika nicht denkbar. Jährlich steigen die Medikamentenausgaben um rund fünf Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren. Eine Zunahme der Generikaverordnungen kann steigende Aufwendungen ohne Qualitätsverlust kompensieren, schlussfolgert der IMS-Report.
► Zum Download Grafik: Demografische Entwicklung (druckfähig)